Der Stochastik Indikator zählt zu den Oszillatoren, die in der technischen Analyse verwendet werden, um ein Instrument zu beschreiben, das um einen bestimmten Mittelwert herum Bänder bildet. Dahinter steht die Annahme, dass die Kursentwicklung tendenziell innerhalb dieser Bänder verläuft und im Laufe der Zeit zum Mittelwert zurückkehrt. Der Indikator liefert Kauf- und Verkaufssignale, anhand derer Händler auf der Grundlage der Kursdynamik Positionen eröffnen oder schließen können.
So nutzen Sie diesen Leitfaden zum Stochastik-Indikator
- Um den größtmöglichen Nutzen aus diesem Leitfaden zu ziehen, empfiehlt es sich, die hier vorgestellten Handelsstrategien mit dem Stochastik-Indikator in der Praxis zu üben.
- Die beste risikofreie Möglichkeit, diese Strategien zu testen, ist ein Demo-Konto, das Ihnen Zugang zu unserer Handelsplattform und 10.000 $ an virtuellem Guthaben zum Üben bietet.
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Was ist der Stochastik Indikator?
Der Stochastik-Indikator kan im Rahmen einer Oszillator Strategie eingesetzt werden und liefert Informationen über das Momentum und die Trendstärke. Der Oszillator analysiert Kursbewegungen und zeigt uns, wie schnell und wie stark sich der Kurs bewegt.
Hier ein Zitat von George Lane, dem Erfinder des Stochastik-Indikators:
„Der Stochastik-Indikator misst das Momentum des Kurses. Stellen Sie sich eine Rakete vor, die in die Luft steigt – bevor sie wieder nach unten fliegen kann, muss sie erst langsamer werden. Das Momentum ändert immer zuerst die Richtung, bevor der Kurs dies tut.“ – George Lane, Entwickler des Stochastic-Indikators.
Die Grundannahme des technischen Handelsindikators lautet, dass das Momentum dem Kurs vorausgeht. Daher könnte der Stochastic-Oszillator als Momentum-Indikator die tatsächliche Bewegung signalisieren und Trading Signale liefern, kurz bevor sie eintritt.
Der Stochastik-Indikator kann sowohl von erfahrenen Tradern als auch von Anfängern genutzt werden, die sich mit technischer Analyse beschäftigen. Der Zeitrahmen spielt dagegen keine Rolle: Unter den Daytrading Indikatoren ist der Oszillator ebens anzutreffen wie unter Indikatoren für Positionstrader.
Mit Hilfe anderer technischer Analysewerkzeuge wie gleitenden Durchschnitten, Trendlinien und Unterstützungs- und Widerstandsniveaus kann der Stochastik-Oszillator dazu beitragen, die Handelsgenauigkeit zu verbessern und wertvolle Ein- und Ausstiegspunkte zu identifizieren.
Wie berechnet man den Stochastik-Oszillator?
Der Stochastik-Indikator ist ein Zwei-Linien-Indikator, der auf jeden Chart angewendet werden kann. Er schwankt zwischen 0 und 100. Der Indikator zeigt, wie sich der aktuelle Kurs im Vergleich zu den höchsten und niedrigsten Kursniveaus eines vorab festgelegten vergangenen Zeitraums verhält. Der vorangegangene Zeitraum besteht in der Regel aus 14 einzelnen Perioden. Auf einem Wochen-Chart sind dies beispielsweise 14 Wochen. Auf einem Stunden-Chart sind dies 14 Stunden.
Wenn der stochastische Indikator angewendet wird, erscheint unterhalb des Charts eine Signallinie. Dies ist die %K-Linie. Außerdem gibt es eine weitere Linie auf dem Chart, nämlich den gleitenden Durchschnitt von %K über drei Perioden. Diese wird als %D bezeichnet.

Nur zur Veranschaulichung
Zur Berechnung der Signallinie muss ein Händler den niedrigsten Kurs des Zeitraums vom letzten Schlusskurs abziehen. Anschließend dividiert er diesen Wert durch die Differenz aus dem höchsten Kurs des Zeitraums und dem niedrigsten Kurs. Die Formel für den stochastischen Oszillator lautet wie folgt:
Die Berechnung für %K:
%K = [(C – L14) / (H14 – L14)] x 100
Dabei gilt:
- C = letzter Schlusskurs
- L14 = niedrigster Tiefstkurs im Zeitraum
- H14 = höchster Höchstkurs im Zeitraum
Die Berechnung für %D:
%D = einfacher gleitender Durchschnitt von %K
Betrachten wir nun ein Beispiel für den Aktienkurs von Tesla. Aus dem untenstehenden Chart geht hervor, dass das 14-Perioden-Tief bei 754,31 $ lag, während das Hoch bei 1117,67 $ lag. Die TSLA-Aktie schloss sehr nahe am Periodenhoch bei 1087,50 $. Die Linie des stochastischen Oszillators würde also wie folgt berechnet werden: [(1087,50 - 754,31)/(1117,67 - 754,31) x 100] = 91,69 %
Diese Zahl zeigt an, dass der Schlusskurs extrem nahe am oberen Ende der 14-Perioden-Handelsspanne des Vermögenswerts lag – wir werden gleich darauf eingehen, was dies bedeutet.

Nur zu Illustrationszwecken. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Wie können Sie einen stochastischen Oszillator beim Trading nutzen?
Wenn Sie die stochastischen Signale erkennen und einen Trade platzieren möchten, können Sie dies über Derivate wie CFDs tun. Derivate ermöglichen es Ihnen, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse zu setzen. Je nachdem, wie sich der Kurs des Vermögenswerts Ihrer Meinung nach entwickeln wird, wenn eines der Doji-Muster auftritt, können Sie also eine Long-Position oder eine Short-Position eröffnen.
Befolgen Sie diese Schritte, um zu handeln, wenn Sie die stochastischen Signale erkennen:
- Der Handel mit technischen Indikatoren jeglicher Art erfordert Geduld und die Fähigkeit, auf eine Bestätigung zu warten. Das Auftreten eines dieser stochastischen Signale weist Händler auf eine Kursumkehr hin, doch bis diese eintritt, lassen die meisten Händler das Muster zunächst unberücksichtigt.
- Um mit dem Handel mit stochastischen Oszillatoren zu beginnen, eröffnen Sie ein Konto. Wählen Sie zwischen einem Live-Konto, um sofort mit CFDs zu handeln, oder üben Sie zunächst auf unserem Demo-Konto mit virtuellem Guthaben.
- Wählen Sie Ihr Finanzinstrument. Stochastische Signale lassen sich in den meisten Finanzmärkten erkennen, insbesondere in solchen, die volatiler sind, wie beispielsweise Devisen, Kryptowährungen und Aktien.
- Entdecken Sie unsere Online-Handelsplattform. Wir bieten eine breite Palette an technischen Indikatoren, die sich nicht nur auf stochastische Indikatoren beschränken, sowie eine Reihe von Tools zur Orderausführung für den schnellen Handel, die Ihnen wiederum beim Risikomanagement helfen.
Die folgenden Strategien für den Handel mit stochastischen Signalen dienen lediglich als Orientierungshilfe und können nicht als Garantie für Gewinne angesehen werden.
Stochastik Indikator und Überkauft-/Überverkauft-Strategie
Bei einer grundlegenden Überkauft-/Überverkauft-Strategie können Händler den stochastischen Indikator nutzen, um Ein- und Ausstiegspunkte für Trades zu identifizieren.
Überkauft und überverkauft erklärt: Im Allgemeinen versuchen Händler, einen Kauf zu tätigen, wenn ein Instrument überverkauft ist. Ein Kaufsignal wird oft gegeben, wenn der stochastische Indikator unter 20 lag und dann über 20 steigt. Im Gegensatz dazu versuchen Händler, einen Verkauf zu tätigen, wenn ein Instrument überkauft ist. Ein Verkaufssignal wird oft gegeben, wenn der stochastische Indikator über 80 lag und dann unter 80 fällt.

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Wichtig für diesen Indikator und generell im Oszillatoren Trading: Die Bezeichnungen „überkauft“ und „überverkauft“ können jedoch irreführend sein. Ein Instrument muss nicht zwangsläufig im Kurs fallen, nur weil es überkauft ist. Ebenso steigt der Kurs eines Instruments nicht automatisch, nur weil es überverkauft ist. „Überkauft“ und „überverkauft“ bedeuten lediglich, dass der Kurs nahe dem oberen oder unteren Ende der Spanne gehandelt wird. Diese Zustände können eine Weile anhalten, wie das obige Diagramm zeigt.
Stochastische Divergenzstrategie
Eine weitere beliebte Handelsstrategie unter Verwendung des stochastischen Indikators ist die Divergenzstrategie. Bei dieser Strategie beobachten Händler, ob der Kurs eines Instruments neue Hochs oder Tiefs erreicht, während der stochastische Indikator dies nicht tut. Dies kann darauf hindeuten, dass sich der Trend möglicherweise umkehren wird. Divergenzen erkennen gehört zu den wichtigsten Disziplinen der Technischen Analyse: So lassen sich frühzeitig Signale für eine Trendwende erkennen, die dann in Verbindung mit weiteren Puzzleteilen ein aussagekräftiges Bild ergeben können. Dies gilt generell: Sie sollten Stochastik Signale filtern und weitere Aspekte wie z.B. das Handelsvolumen oder chartechnische Ereignisse hinzufügen, um die Ergebnisse zu verbessern.
Eine bullische Divergenz tritt auf, wenn der Kurs eines Instruments ein niedrigeres Tief erreicht, der stochastische Indikator jedoch ein höheres Tief berührt. Dies signalisiert, dass der Verkaufsdruck nachgelassen hat und eine Umkehr nach oben bevorstehen könnte. Eine bärische Divergenz tritt auf, wenn der Kurs eines Instruments ein höheres Hoch erreicht, der stochastische Indikator jedoch ein niedrigeres Hoch erreicht. Dies signalisiert, dass sich die Aufwärtsdynamik verlangsamt hat und eine Umkehr nach unten bevorstehen könnte.

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Ein wichtiger Punkt im Zusammenhang mit der Divergenzstrategie ist, dass Trades erst getätigt werden sollten, wenn die Divergenz durch eine tatsächliche Kurswende bestätigt wird. Der Kurs eines Instruments kann noch lange Zeit weiter steigen oder fallen, selbst wenn bereits eine Divergenz vorliegt.
Stochastik Crossover
Zum Trading mit Stpochastik gehört auch das Stochastik Crossover Szenario. Dieses tritt auf, wenn sich die beiden Linien in einem überkauften oder überverkauften Bereich kreuzen.
Wenn eine steigende %K-Linie die %D-Linie in einem überverkauften Bereich nach oben kreuzt, erzeugt dies ein Kaufsignal. Wenn eine fallende %K-Linie die %D-Linie in einem überkauften Bereich nach unten kreuzt, ist dies ein Verkaufssignal. Diese Signale sind in einem Seitwärtsmarkt tendenziell zuverlässiger. In einem Trendmarkt sind sie weniger zuverlässig.

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Bei einer trendfolgenden Strategie beobachten Händler den Stochastik-Indikator, um sicherzustellen, dass er in einer Richtung gekreuzt bleibt. Dies zeigt an, dass der Trend weiterhin gültig ist.
Stochastische Bullen-/Bären-Strategie
Schließlich ist eine weitere beliebte Anwendung des stochastischen Indikators die Identifizierung von Bullen- und Bären-Handelskonstellationen. Eine Bullen-Handelskonstellation tritt auf, wenn der stochastische Indikator ein höheres Hoch erreicht, der Kurs des Instruments jedoch ein niedrigeres Hoch bildet. Dies deutet darauf hin, dass die Dynamik zunimmt und der Kurs des Instruments steigen könnte. Trader versuchen oft zu kaufen, nachdem es zu einem kurzen Kursrückgang gekommen ist, bei dem der stochastische Indikator während des Rückgangs unter 50 gefallen ist und sich dann wieder nach oben bewegt hat. Ein Bären-Handels-Setup tritt auf, wenn der stochastische Indikator ein niedrigeres Tief erreicht, der Kurs des Instruments jedoch ein höheres Tief bildet. Dies signalisiert, dass der Verkaufsdruck zunimmt und der Kurs des Instruments nach unten tendieren könnte. Trader versuchen oft, nach einem kurzen Kursanstieg einen Verkaufstrade zu platzieren.
Kombination des Stochastik-Indikators mit anderen Tools
In Kombination mit anderen Indikatoren kann der Stochastik-Indikator einem Trader helfen, Trendumkehrungen, Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sowie potenzielle Ein- und Ausstiegspunkte zu identifizieren. Der Kurs sollte auf ein wichtiges Unterstützungsniveau zurückfallen, um einen Crossover in einem überverkauften Bereich in Betracht zu ziehen.

Nur zu Illustrationszwecken. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Gleitende Durchschnitte können hier eine hervorragende Ergänzung sein und dienen als Filter für Ihre Signale. Handeln Sie stets in Richtung Ihrer gleitenden Durchschnitte, und wenn der Kurs über dem gleitenden Durchschnitt liegt, suchen Sie nur nach Long-Positionen – und umgekehrt.
Kursformationen wie Keile und Dreiecke lassen sich ebenfalls gut mit stochastischen Indikatoren kombinieren. Wenn der Kurs eine solche Formation bei einem beschleunigenden Stochastik-Indikator durchbricht, kann dies potenziell auf einen erfolgreichen Ausbruch hindeuten.
Stochastische Divergenz oder stochastische Umkehr lassen sich gut mit Trendlinien handeln. So könnte der Trader beispielsweise einen etablierten Trend mit einer gültigen Trendlinie beobachten und darauf warten, dass der Kurs den Trend durchbricht, wobei der Stochastik-Indikator dies bestätigt.

Nur zu Illustrationszwecken. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Abschließende Worte zum Stochastik-Oszillator
Wie Sie den Stochastik-Oszillator einsetzen, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben, Ihrem Handelsstil und Ihren Zielen ab. Der Stochastik-Oszillator kann im kurzfristigen Handel wie Scalping und Daytrading sowie im Swingtrading in Kombination mit Pivot-Punkten verwendet werden.
Es gibt jedoch einige wichtige Punkte, die jeder kennen sollte, der diesen Momentum-Indikator nutzt:
- Der Stochastik-Oszillator ist ein Momentum-Indikator, der den jüngsten Schlusskurs im Verhältnis zur vorherigen Handelsspanne über einen bestimmten Zeitraum vergleicht
- Er ist ein Frühindikator, da er auf der Idee basiert, dass sich das Markt-Momentum schneller in eine andere Richtung dreht als das Volumen oder der Kursanstieg
- Der Stochastik-Oszillator besteht aus zwei Linien auf einem Kurschart: dem Indikator selbst (%K) und einer Signallinie (%D)
- Der stochastische Oszillator ist ein begrenzter Oszillator, was bedeutet, dass er auf einer Skala von null bis 100 arbeitet. Ein Wert über 80 deutet darauf hin, dass der Markt überkauft ist, während ein Wert unter 20 auf überverkaufte Bedingungen hindeutet
- Die häufigste Verwendung des stochastischen Oszillators besteht darin, bullische und bärische Divergenzen zu identifizieren – Punkte, an denen der Oszillator und der Marktpreis unterschiedliche Signale zeigen
- Er kann auch dazu verwendet werden, bullische und bärische Setups zu identifizieren – Punkte, die auf ein zunehmendes Momentum in die entgegengesetzte Richtung hindeuten
- Er wird oft mit dem Relative Strength Index (RSI) verglichen, einem weiteren Momentum-Indikator. Der RSI basiert jedoch auf der Geschwindigkeit der Preisänderungen und nicht auf historischen Kursen
- Wenn Sie ein stochastisches Signal erkennen, können Sie mit Derivaten wie CFDs handeln
- Mit Derivaten können Sie Long- oder Short-Positionen eingehen, da Sie den Basiswert nicht besitzen
Kostenlose Trading-Tools und Ressourcen
Denken Sie daran, dass Sie über etwas Trading-Erfahrung und Wissen verfügen sollten, bevor Sie sich entscheiden, mit Kerzenmustern zu handeln. Sie sollten die von uns angebotenen Bildungsressourcen wie die NAGA Academy oder ein Demo-Trading-Konto in Betracht ziehen. Die NAGA Academy bietet eine große Auswahl an kostenlosen Tradingkursen, die sich alle mit unterschiedlichen Finanzkonzepten oder -prozessen befassen – wie beispielsweise den Grundlagen der Analyse –, um Ihnen dabei zu helfen, ein besserer Trader zu werden.
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